Sportgesundheit
Was ist Sportgesundheit?
Sport ist Ihre größte Leidenschaft. Sie treiben regelmäßig Sport oder es ist Ihr größter Traum, Sport zu treiben. Sie haben Freude daran, mit Ihren Freunden auf dem Kleinfeld Fußball zu spielen oder an Feiertagen Ihre Fähigkeiten im Basketball zu zeigen. Aber wissen Sie, dass beim Sport das Risiko von Verletzungen besteht? Sportverletzungen sind sowohl für professionelle als auch für Amateursportler eines der wichtigen Fachgebiete der heutigen Medizin.
Personen, die Sport treiben möchten, sollten unbedingt einen Arzt konsultieren und die Risikofaktoren für die jeweilige Sportart ermitteln lassen. Besonders wichtig ist es, dass Ärzte jungen Menschen beim Einstieg in den Sport bei der Auswahl der Sportart beratend zur Seite stehen.
Sportverletzungen und Risikosportarten
Fußball, Rugby und Eishockey gehören zu den risikoreichsten Sportarten. In Bezug auf die Häufigkeit von Verletzungen steht Fußball an erster Stelle der Risikosportarten. Es folgen Kontaktsportarten wie Rugby, Eishockey und Basketball. In Bezug auf die Schwere der Verletzungen stehen Hochgeschwindigkeitssportarten wie Motorradrennen, Autorennen und Skifahren im Vordergrund.
Fußball: Der Risikoreichste Sport
Weichteilverletzungen gehören zu den häufigsten Sportverletzungen. Muskel- und Skelettverletzungen treten hauptsächlich an den unteren Extremitäten auf. Unter den Kontaktsportarten ist Fußball eine der Sportarten mit dem höchsten Verletzungsrisiko. Etwa 50 % der Verletzungen entstehen durch direkten Kontakt. Rund 30 % der Verletzungen entstehen durch Fouls. Abwehrspieler haben ein höheres Verletzungsrisiko als andere Spieler. Die meisten Verletzungen im Fußball treten an den unteren Extremitäten auf, wobei diese Rate zwischen 56 % und 76 % variiert. Verletzungen der oberen Extremitäten treten in 23 % und Kopfverletzungen in 14 % der Fälle auf.
Wie werden Sportverletzungen diagnostiziert?
Die Diagnose von Sportverletzungen beginnt mit einer ausführlichen Anamnese durch erfahrene Ärzte, die den Verletzungsmechanismus und den möglichen Schaden für den Sportler einschätzen. Die Diagnose wird durch eine körperliche Untersuchung und erforderliche bildgebende Verfahren bestätigt. Sportverletzungen betreffen in der Regel das Muskel- und Skelettsystem. Zur Darstellung der Knochenstruktur werden Röntgenaufnahmen und Computertomographien verwendet, zur Darstellung der Weichteile wird die MRT eingesetzt.
Wie wird behandelt?
Ziel der Behandlung von Sportverletzungen ist es, den Sportler so schnell wie möglich mit der besten Leistung zum Sport zurückzubringen. Die Behandlung gliedert sich in konservative und chirurgische Maßnahmen.
Medikamentöse und physikalische Therapie sind Teile der konservativen Behandlung. Bei Verletzungen des Muskel- und Skelettsystems, unabhängig von der gewählten Methode, besteht das Ziel der Behandlung darin, während des Heilungsprozesses die Flexibilität und das Bewegungsausmaß der Gelenke zu erhalten und den Sportler so schnell wie möglich wieder in den Sport zu bringen, ohne dass es zu einer Abnahme der Muskelkraft und -ausdauer kommt. Eine chirurgische Behandlung wird gewählt, wenn sie den Sportler schneller oder mit besserer Leistung als eine konservative Behandlung wieder in den Sport zurückbringen kann. In den letzten Jahren wurden im Bereich der Sporttraumatologie Fortschritte erzielt, die sich zusammenfassen lassen als Chondroplastik, freier Knorpeltransplantation, Anwendbarkeit der Arthroskopie auf verschiedene Gelenke, Meniskusnähte und neue Techniken bei Bandoperationen.
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